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1700 Kilometer für den SC (Nicht miles & more-tauglich)
Die Provinzposse in Paderborn wird auf ewig unvergesslich bleiben. In 35 Jahren
Stadionerfahrung habe ich so etwas noch nie erlebt. Damit dieses „Stadion“
wenigstens einmal in 100 Jahren ausverkauft ist , wurden mehrere tausend Karten
an Schüler (!) verschenkt. Eine Tageskasse gab es nicht. Und so mussten viele
Fans (angereist aus vielen Teilen des Landes) draußen bleiben. Selbst unsere
Fanbetreuung nahm dieses abgrundtief fußballfeindliche Verhalten in Schutz !
Mehrere Versuche über einen Zaun zu klettern scheiterten an den Ordnern die
endlich mal etwas erleben durften. In der Halbzeit hatte die Fanbetreuung
plötzlich doch noch ein paar Karten (???). Das Spiel selber war unheimlich
schwach. Der Stadionsprecher
musste das „BUNDESLIGAREIFE“ Publikum ständig (!) animieren Stimmung zu machen.
Es ging zu wie auf einem Kindergeburtstag. Wirklich gefreut hat sich wohl
niemand am Ende. Die Erleichterung über die Nicht-Blamage hat die Stimmung
dominiert. Mehr Glück als Verstand würde ich sagen. Es wäre auch zu erniedrigend
gewesen gegen diese Hinterwäldler zu vergeigen. Fotos wurden nach dem Spiel
keine gemacht , es war einfach zu deprimierend. Der Gang in die Kurve war für
die Spieler ohnehin nur eine äußerst lästige Pflichtaufgabe ohne Leidenschaft.
Selbst nach so einem Grottenkick erwarte ich eine echte und keine gespielte
Danksagung an die Fans. Da wäre es schon 1000 x konsequenter wenn sie es gleich
bleiben lassen. Ich bin ein Finke-Befürworter , trotzdem war ich entsetzt über
seine Aussage , dass es
ein „toller Tag mit Fußball + Bratwurst“ war. Für uns war es ein Tag an dem wir
die unfähige Vereinsführung des Heimvereins gerne in einem Folterkeller gehabt
hätten. Hoffentlich bleibt dieser Bauerntrampel-Verein (Stadionzeitung muss
verschenkt werden weil die keiner kaufen würde) auf ewig in der
Bedeutungslosigkeit , ansonsten wäre es eine Beleidigung für Profi-Vereine sich
mit diesen jämmerlichen Figuren sportlich zu messen.
OK , genug jetzt. 3 Tage später dann das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger
aus Bielefeld. Es war eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorwochen.
Es wogte hin + her , beide hätten gewinnen können. Tskito war saustark. Am Ende
war der Gast die etwas glücklichere Mannschaft. Sportlich war die Niederlage
zwar schmerzhaft weil wir unseren Abstiegsplatz jetzt
endgültig zementiert haben. Andererseits machte dieses Spiel Hoffnung auf
bessere Zeiten. Die Freiburger Gastfreundlichkeit war übrigens traumhaft. Es
wird schwer werden die Klasse zu erhalten aber Bange machen gilt nicht. Wer
fährt nächste Woche nach Dortmund ?
Minus |